Einpackliste: Klinikaufenthalt
Alles, was du für die OP und die Tage danach brauchst – zum Abhaken.
Du musst an so vieles denken gerade – diese Liste nimmt dir den Kopf frei. Pack in Ruhe, hak ab, und dann lass los.
1. Dokumente & Papiere
- Krankenversicherungskarte (Chipkarte)
- Einweisungsschein vom Arzt
- Personalausweis oder Reisepass
- Liste aller Medikamente (Name, Dosis, Einnahmezeit)
- Allergiepass, falls vorhanden
- Befunde und Bildgebung (MRT-CD oder -Bilder)
- Blutgruppenausweis, falls vorhanden
- Vorsorgevollmacht / Patientenverfügung (optional, aber gut dabei zu haben)
- Telefonnummern: Hausarzt, Notfallkontakt, Abholperson
2. Kleidung & Komfort
- Weite Jogginghosen oder Sweathosen (kein enger Bund – das operierte Bein muss rein und raus passen)
- Shorts als Alternative (vor allem im Sommer oder für Verbandwechsel praktischer)
- Knöpfbare oder vorn öffnende Hemden / Oberteile (leichter an- und ausziehen)
- Bequeme, rutschfeste Hausschuhe mit geschlossener Ferse (keine Flip-Flops)
- Warme Socken (Kliniken sind oft kühler als erwartet)
- Unterwäsche für 2–3 Tage
- Leichte Jacke oder Hoodie (für den Weg zur Aufnahme und beim Entlassen)
- Schlafkleidung, die auch mit Verbandsbein passt
3. Hygiene & Körperpflege
- Zahnbürste und Zahnpasta
- Duschgel und Shampoo (kliniken haben oft nur das Nötigste)
- Deo
- Haargummis / Kamm / Bürste
- Rasierer, falls gewünscht
- Hautcreme / Lippenpflege (Klinikluft ist trocken)
- Taschentücher
- Kleines Handtuch als Reserve (wird oft gestellt, aber eigenes ist angenehmer)
- Ohropax oder Schlafmaske (Kliniken sind selten ruhig)
4. Hilfsmittel
- Unterarmgehstützen / Krücken (werden oft gestellt oder geliehen – vorher fragen)
- Kompressionsstrümpfe (Thromboseprophylaxe – frag deinen Arzt, ob du eigene mitbringen sollst)
- Knieschiene oder Orthese (falls vor der OP bereits verordnet)
- Gelenkpackung / Kühlkissen für zuhause (nicht für die Klinik, aber direkt einpacken)
- Schreibstift und kleines Notizheft (Fragen ans Team, Nachsorge-Infos notieren)
5. Unterhaltung & Ablenkung
- Handy mit vollem Akku
- Ladekabel und ggf. Mehrfachstecker (Steckdosen sind in der Klinik oft Mangelware)
- Kopfhörer (für Musik, Podcasts, oder um einfach abzutauchen)
- Buch, E-Reader oder Zeitschrift
- Tablet oder Laptop, falls geplant (optional, aber schön für längere Liegezeiten)
- Netzwerkkabel oder WLAN-Infos erfragen (Klinik-WLAN ist oft schwach)
- Playlist oder Podcast-Liste vorher runterladen (offline verfügbar machen)
6. Essen & Trinken
- Vor der OP: Nüchtern bleiben ab dem Zeitpunkt, den das Klinikteam angibt (in der Regel ab Mitternacht – kein Essen, kein Trinken, keine Kaugummis)
- Lieblingssüßigkeit oder kleiner Snack für danach (der erste Bissen nach der OP ist ein Moment)
- Isotonisches Getränk oder Elektrolytpulver (für die Erholung nach dem Eingriff)
- Kaugummis oder Bonbons (hilft gegen den bitteren Nachgeschmack nach der Narkose)
- Tee-Beutel nach Wahl (Klinikverpflegung ist okay, aber der eigene Kräutertee tröstet)
7. Für die ersten Tage zuhause – jetzt schon vorbereiten
Pack diese Sachen nicht in die Kliniktasche, aber stell sie zuhause bereit, bevor du fährst.
- Kühlakkus im Tiefkühlfach (mehrere, im Wechsel)
- Erhöhte Schlafposition vorbereiten (Kissen, Keilkissen – Bein hochlagern)
- Griffige Hausschuhe bereitstellen
- Badezimmer vorbereiten: Haltegriff, rutschfeste Matte, Sitzerhöhung falls nötig
- Essen vorkochen oder Einkauf für die ersten 3 Tage organisieren
- Notfall-Telefonnummer des Klinikteams griffbereit
- Jemanden organisieren, der dich abholt und die erste Nacht da ist
Die 5 Dinge, die die meisten vergessen
1. Ladekabel – Das Handy läuft nach der OP auf Hochtouren (Bescheid geben, warten, Langeweile bekämpfen). Ohne Kabel bist du schnell abgeschnitten.
2. Mehrfachstecker – Klinikzimmer haben oft nur eine Steckdose, und die ist schon belegt.
3. Ohropax – Klinik-Nächte sind laut: Monitore, Kolleg:innen auf dem Flur, Mitpatient:innen. Wer nicht schläft, erholt sich schlechter.
4. Notizheft – Nach der Narkose ist der Kopf benebelt. Schreib auf, was dir das Team sagt – Nachsorge, Verbandswechsel, Termine. Du wirst es nicht alles behalten.
5. Snacks für die Zeit danach – Klinikessen ist oft erst nach einer Weile verfügbar. Ein kleiner eigener Vorrat (Riegel, Cracker, Salzstangen) überbrückt die Zeit nach der OP wunderbar.
Bonusmaterial zu "Dranbleiben – Dein mentaler Wegbegleiter nach Kreuzbandriss & anderen Verletzungen" | dranbleiben-reha.de